PROQUA Fachkonferenz Nürnberg

Digitalisierung als Chance: Milieuübergreifende Bildungskonzepte für kulturelle Teilhabe am 13. Januar 2021

Kulturelle Bildung hat den Anspruch alle Kinder und Jugendliche zu erreichen. Hierzu sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von zielgruppenspezifischen Strategien entwickelt worden.

Es stellt sich jedoch angesichts einer zunehmenden Ghettoisierung von Milieus in Großstädten die berechtigte Frage: Reicht es im Zuge des gesellschaftlichen Zusammenhalts aus, alle zu erreichen, wenn dies überwiegend nur in einer zielgruppenspezifischen Segmentierung gelingt und sich junge Menschen aus unterschiedlichen Milieus im realen Lebensalltag nur noch selten begegnen?

Auch „Filter Bubbles“ sorgen im Digitalen für Segmentierung. Kommerzielle Suchmaschinen transportieren durch Algorithmen vor allem solche Inhalte und Meinungen, mit denen sich Suchende schon in der Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Letztendlich verfestigen sich so milieuspezifische Perspektiven.

Die Fachkonferenz untersucht daher die Chancen der Digitalisierung in der Kulturellen Bildung zur Vernetzung der unterschiedlichen sozialen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Diskutiert werden Bildungskonzepte, die Kulturorte und Angebote der Kulturellen Bildung als milieuübergreifende Plattformen (weiter-)entwickeln und den post-digitalen Raum – als Begegnungsraum jenseits realer Merkmale und Ästhetiken – miteinbeziehen.

Die Fachkonferenz findet mit Unterstützung der Stiftung Digitale Chancen statt.

Programm und Anmeldung: https://proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/fachkonferenz-erlangen/

Digitale Infotage der Servicestellen Thüringen und Bremen

„Movies in Motion“ ist morgen, am 1. Dezember 2020, bei den Online-Informationsveranstaltungen der „Kultur macht stark“-Servicestellen Thüringen und Bremen dabei.

Bremen – 1.12.2020 – 14:00 bis 15:30 Uhr

Außer uns stellt auch das Paritätische Bildungswerk e.V. sein Förderangebot „JEP – Jung Egagiert Phantasiebegabt“ vor.

https://www.quartier-bremen.de/digitale-informationsveranstaltung/

Thüringen – 1.12.2020 – 10:30 bis 13:00 Uhr

Die Servicestelle Thüringen lädt ein zu den nächsten Veranstaltungen ihrer digitalen Veranstaltungsreihe „Kultur macht stark / OPEN UP“.
Beantwortet werden sollen Fragen rund um: Wie funktionieren Kulturelle Bildungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen trotz Covid19-Beschränkungen? Welche digitalen und/oder gemischten Lösungen sind weiterhin möglich? Und wo kann ich aktuell Gelder beantragen?

Bei der Veranstaltung zur Förderung von Musik und Film am 1. Dezember stellt sich neben dem Bundesverband Jugend und Film e.V. mit „Movies in Motion“ auch der Bundesverband Popularmusik e.V. mit „Pop2go“ vor.

Am 2. Dezember ist die Förderung von Angewandter Kunst und Soziokultur Schwerpunkt. Präsentiert werden die Förderprogramme „JEP-Jung Engagiert Phantasiebegabt“ des Paritätischen Bildungswerkes e. V. und „Jugend ins Zentrum“ des Bundesverbandes Soziokultur e. V..

Darüber hinaus berichten Best-Practice-Beispiele aus ihrem Projektalltag.

https://www.lkj-thueringen.de/die-lkj/anmeldungen/informationsveranstaltung-kultur-macht-stark.html

Familienkino von Kindern gestaltet

Kurzfilmprogramm zur Halbzeit des Bonner Projekts „Filme sehen- Filme drehen“

„Licht aus! Film ab!“ So hieß es am Freitag in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Bonn Bad-Godesberg. Hier organisierten die Kinder für sich und ihre Eltern ein Familienkino. Im zweistündigen Programm unterhielten internationale Kurzfilme in verschiedenen Animationstechniken das Publikum. Die Kinder gestalteten Eintrittskarten, bauten die Vorführtechnik selbst auf, bestimmten die Filmauswahl und führten durch das kurzweilige Programm. Wie im richtigen Kino, durften Popcorn und Getränke natürlich nicht fehlen.

Mit dem Familienkino endete der erste Teil des Bonner Projektes „Filme sehen – Filme drehen“. Kinder der ZUE im Alter von 6 bis 14 Jahren haben in zwei Gruppen seit Juli einmal wöchentlich eine Kinoveranstaltung erlebt. Neben der Filmpräsentation konnte in Spielen und Mitmachaktionen das Gesehene vertieft werden. Ein großer Hexenbesen wurde mit Erinnerungen und Kunstwerken der Kinder geschmückt und stolz den Eltern präsentiert. Bündnispartner im Projekt sind neben der Zentralen Unterbringungseinrichtung (in Trägerschaft des DRK-Landesverbandes Westfalen/Lippe), das Medienzentrum Bonn und der Verein KinderKino Bonn e.V..

„Wir freuen uns schon auf Phase zwei des Projektes“, sagt Shirin Al-amo. „Dann werden die Kinder lernen, mit Tablets Stop-Motion-Filme zu drehen, fast wie die Profis“, weiss ihr Kollege Fariz Music. Und nicht nur die pädagogischen Betreuer in der ZUE sind gespannt auf die Ergebnisse. Auch die Eltern freuen sich, wenn sie demnächst einen Film ihrer Kinder anschauen können.

Für die Filmproduktion wünscht sich KinderKino Bonn noch Unterstützung von Bonner Familien: Legosteine und Playmobil-Figuren werden für die Trickfilme benötigt. Spenden können bis zum 30. September mit dem Hinweis „KinderKino“ bei der ZUE, Deutschherrenstraße 30, 53177 Bonn abgegeben werden.

Die Idee zum Projekt „Filme sehen – Filme drehen“ wurde von KinderKino Bonn e.V. entwickelt. Im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird die Projektdurchführung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die wöchentlichen Aktionsworkshops werden von MedienpädagogInnen in enger Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften vor Ort realisiert.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

PROQUA Fachkonferenz am 18. November in Hannover

Teilhabechancen im Kontext von Disability und Kultureller Bildung

Inklusion respektiert die Vielfalt von Menschen und wendet sich gegen alle Arten von Ausgrenzung. Aber wie funktioniert das und wo befindet sich die Kulturelle Bildung in Deutschland zurzeit bei der Inklusion? Wie steht es um die kulturellen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, die von mehrfachen Benachteiligungen im Kontext Armut und Behinderung (Disability) betroffen oder bedroht sind?

Die Konferenz setzt sich mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Konzepten von Inklusion in der Jugendkulturarbeit auseinander. Sie bringt Expertisen aus verschiedenen künstlerischen Sparten zusammen, um von- und miteinander zu lernen. Anhand von wissenschaftlichen und praxisorientierten Impulsen diskutieren die Teilnehmenden Hemmnisse und Chancen auf dem Weg zur Umsetzung eines zeitgemäßen Inklusionsbegriffes, der Verschiedenheit als Normalität betrachtet.

Die Fachkonferenz wird unterstützt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik und richtet sich ausdrücklich und spartenübergreifend an alle Fachkräfte in der Kulturellen Bildung.

Programm und Anmeldung: https://proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/fachkonferenz-hannover/