Familienkino von Kindern gestaltet

Kurzfilmprogramm zur Halbzeit des Bonner Projekts „Filme sehen- Filme drehen“

„Licht aus! Film ab!“ So hieß es am Freitag in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Bonn Bad-Godesberg. Hier organisierten die Kinder für sich und ihre Eltern ein Familienkino. Im zweistündigen Programm unterhielten internationale Kurzfilme in verschiedenen Animationstechniken das Publikum. Die Kinder gestalteten Eintrittskarten, bauten die Vorführtechnik selbst auf, bestimmten die Filmauswahl und führten durch das kurzweilige Programm. Wie im richtigen Kino, durften Popcorn und Getränke natürlich nicht fehlen.

Mit dem Familienkino endete der erste Teil des Bonner Projektes „Filme sehen – Filme drehen“. Kinder der ZUE im Alter von 6 bis 14 Jahren haben in zwei Gruppen seit Juli einmal wöchentlich eine Kinoveranstaltung erlebt. Neben der Filmpräsentation konnte in Spielen und Mitmachaktionen das Gesehene vertieft werden. Ein großer Hexenbesen wurde mit Erinnerungen und Kunstwerken der Kinder geschmückt und stolz den Eltern präsentiert. Bündnispartner im Projekt sind neben der Zentralen Unterbringungseinrichtung (in Trägerschaft des DRK-Landesverbandes Westfalen/Lippe), das Medienzentrum Bonn und der Verein KinderKino Bonn e.V..

„Wir freuen uns schon auf Phase zwei des Projektes“, sagt Shirin Al-amo. „Dann werden die Kinder lernen, mit Tablets Stop-Motion-Filme zu drehen, fast wie die Profis“, weiss ihr Kollege Fariz Music. Und nicht nur die pädagogischen Betreuer in der ZUE sind gespannt auf die Ergebnisse. Auch die Eltern freuen sich, wenn sie demnächst einen Film ihrer Kinder anschauen können.

Für die Filmproduktion wünscht sich KinderKino Bonn noch Unterstützung von Bonner Familien: Legosteine und Playmobil-Figuren werden für die Trickfilme benötigt. Spenden können bis zum 30. September mit dem Hinweis „KinderKino“ bei der ZUE, Deutschherrenstraße 30, 53177 Bonn abgegeben werden.

Die Idee zum Projekt „Filme sehen – Filme drehen“ wurde von KinderKino Bonn e.V. entwickelt. Im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird die Projektdurchführung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die wöchentlichen Aktionsworkshops werden von MedienpädagogInnen in enger Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften vor Ort realisiert.

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