Archiv des Autors: Michaela Rott

Familienkino von Kindern gestaltet

Kurzfilmprogramm zur Halbzeit des Bonner Projekts „Filme sehen- Filme drehen“

„Licht aus! Film ab!“ So hieß es am Freitag in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Bonn Bad-Godesberg. Hier organisierten die Kinder für sich und ihre Eltern ein Familienkino. Im zweistündigen Programm unterhielten internationale Kurzfilme in verschiedenen Animationstechniken das Publikum. Die Kinder gestalteten Eintrittskarten, bauten die Vorführtechnik selbst auf, bestimmten die Filmauswahl und führten durch das kurzweilige Programm. Wie im richtigen Kino, durften Popcorn und Getränke natürlich nicht fehlen.

Mit dem Familienkino endete der erste Teil des Bonner Projektes „Filme sehen – Filme drehen“. Kinder der ZUE im Alter von 6 bis 14 Jahren haben in zwei Gruppen seit Juli einmal wöchentlich eine Kinoveranstaltung erlebt. Neben der Filmpräsentation konnte in Spielen und Mitmachaktionen das Gesehene vertieft werden. Ein großer Hexenbesen wurde mit Erinnerungen und Kunstwerken der Kinder geschmückt und stolz den Eltern präsentiert. Bündnispartner im Projekt sind neben der Zentralen Unterbringungseinrichtung (in Trägerschaft des DRK-Landesverbandes Westfalen/Lippe), das Medienzentrum Bonn und der Verein KinderKino Bonn e.V..

„Wir freuen uns schon auf Phase zwei des Projektes“, sagt Shirin Al-amo. „Dann werden die Kinder lernen, mit Tablets Stop-Motion-Filme zu drehen, fast wie die Profis“, weiss ihr Kollege Fariz Music. Und nicht nur die pädagogischen Betreuer in der ZUE sind gespannt auf die Ergebnisse. Auch die Eltern freuen sich, wenn sie demnächst einen Film ihrer Kinder anschauen können.

Für die Filmproduktion wünscht sich KinderKino Bonn noch Unterstützung von Bonner Familien: Legosteine und Playmobil-Figuren werden für die Trickfilme benötigt. Spenden können bis zum 30. September mit dem Hinweis „KinderKino“ bei der ZUE, Deutschherrenstraße 30, 53177 Bonn abgegeben werden.

Die Idee zum Projekt „Filme sehen – Filme drehen“ wurde von KinderKino Bonn e.V. entwickelt. Im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird die Projektdurchführung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die wöchentlichen Aktionsworkshops werden von MedienpädagogInnen in enger Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften vor Ort realisiert.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

PROQUA Fachkonferenz am 18. November in Hannover

Teilhabechancen im Kontext von Disability und Kultureller Bildung

Inklusion respektiert die Vielfalt von Menschen und wendet sich gegen alle Arten von Ausgrenzung. Aber wie funktioniert das und wo befindet sich die Kulturelle Bildung in Deutschland zurzeit bei der Inklusion? Wie steht es um die kulturellen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, die von mehrfachen Benachteiligungen im Kontext Armut und Behinderung (Disability) betroffen oder bedroht sind?

Die Konferenz setzt sich mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Konzepten von Inklusion in der Jugendkulturarbeit auseinander. Sie bringt Expertisen aus verschiedenen künstlerischen Sparten zusammen, um von- und miteinander zu lernen. Anhand von wissenschaftlichen und praxisorientierten Impulsen diskutieren die Teilnehmenden Hemmnisse und Chancen auf dem Weg zur Umsetzung eines zeitgemäßen Inklusionsbegriffes, der Verschiedenheit als Normalität betrachtet.

Die Fachkonferenz wird unterstützt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik und richtet sich ausdrücklich und spartenübergreifend an alle Fachkräfte in der Kulturellen Bildung.

Programm und Anmeldung: https://proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/fachkonferenz-hannover/

PROQUA Fachkonferenz in Remscheid

„Eine Frage des Standorts? Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung“ am 05. November 2020

30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung fragen viele immer noch nach der Herkunft aus Ost – oder Westdeutschland, weil damit eine bestimmte Form der Sozialisation und kulturellen Prägung verbunden ist.

Was kann Kulturelle Bildung tun, um mögliche Distanzen zu überbrücken und für Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Gemeinsamkeiten herauszustellen? Dabei stellt sich die Frage nach den eigenen fachlichen Verwurzelungen: Wie haben sich fachliche Perspektiven innerhalb der Kulturellen Bildung zwischen 1945 und 1990 entwickelt? Wurden diese Wissensbestände nach der Wende zusammengeführt? Welche inhaltlichen und strukturellen Erfahrungen und Erkenntnisse fanden Eingang in die gemeinsame bundesdeutsche Debatte zur Kulturellen Bildung? Begegnen sich die unterschiedlich geprägten Fachperspektiven auf Augenhöhe? Welche kulturgeschichtlichen und jugendkulturellen Inhalte werden in Dokumentationen, Schulbüchern oder Vorträgen dargestellt und wie werden sie bewertet? Ist hier eine westliche Geschichtsperspektive dominant?

Ziel der Konferenz ist es, sich mit historisch gewachsenen Fachtraditionen auseinanderzusetzen und vor diesem Hintergrund die Chancen neuer Narrative und gemeinsamer fachlicher Perspektiven für die Kulturelle Bildung zu diskutieren.

Die Tagung findet mit Unterstützung der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V. statt und richtet sich an alle Interessierten in der Kulturellen Bildung.

Programm und Anmeldung: https://proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/fachkonferenz-remscheid-2/

PROQUA Fachkonferenz am 07. Oktober 2020

„Nachhaltigkeit in der Kulturellen Bildung: Upcycling, Lifehacks & Co.“ in Halle an der Saale

Mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele und eine sich rasant verändernde Welt stellt die Fachkonferenz die Potenziale der Kulturellen Bildung für Fragen der Zukunftsgestaltung und einer nachhaltigen Entwicklung in den Fokus.

Insbesondere künstlerisch-ästhetische Prozesse, Praxen und Vermittlungsformen bieten Kindern und Jugendlichen hier offene Denk- und Möglichkeitsräume. Sie können ihre Ideen, Erfahrungen sowie Herausforderungen auf die Tragfähigkeit und Brauchbarkeit für eine nachhaltige Entwicklung hinterfragen und fortentwickeln.

Junge Menschen erfahren, dass sie etwas bewirken und auch verändern können. Das ist entscheidend für die Motivation, sich zu engagieren und bei der Fortentwicklung der Gesellschaft aktiv mitzuwirken.

Eingeladen sind alle Interessierten, Studierenden, Fachpersonen und Multiplikator*innen der Kulturellen Bildung, Jugend- und Sozialarbeit. Sie diskutieren erstmals für das Förderprogramm die Potenziale der Kulturellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Die Fachkonferenz findet statt mit Unterstützung des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband

weitere Informationen und Anmeldung: https://proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/fachkonferenz-halle/